Pflegeprodukte für Linsenträger

Kann eigentlich jeder Mensch mit Sehfehler Kontaktlinsen tragen? Nein – aber es könnten viel mehr sein!

Nur gut 5 Prozent der Deutschen tragen Kontaktlinsen. Dabei sind die unsichtbaren Sehhilfen der Brille in vielen Lebensbereichen haushoch überlegen. Woran liegt es, dass mancher Brillenträger sich trotzdem nicht mit Kontaktlinsen anfreundet – oder nach einem kurzen Intermezzo die Linsen wieder aufgibt?

Unverträglichkeit: „sehr selten“

„Es gibt Gründe, die Kontaktlinsen für einen Menschen ausschließen“, sagt Friederike Avermann, Diplom-Ingenieurin für Augenoptik und Kontaktlinsen-Expertin. „Dazu gehören zum Beispiel ein nach außen gekipptes Augenlid mit dauerndem Tränenfluss oder eine chronische Augenentzündung. Aber so eine Diagnose ist sehr selten.“

Sehr viel häufiger sind falsche Linsen-Pflege oder schlechte Augenhygiene daran schuld, dass Menschen irgendwann keine Kontaktlinsen mehr (ver-)tragen können.

Auch Allergien, die durch dekorative Kosmetik oder Körper-Pflegeprodukte entstehen, können Kontaktlinsenträgern das Leben schwer machen. Doch das lässt sich vermeiden.

Ganz schön reizend: Inhaltsstoffe

Alkohol, Paraffine, Farb- und Duftstoffe, ätherische Öle – viele Inhaltsstoffe von Deo-Sprays, Körper- oder Gesichtspflegemitteln, Hairstyling-Produkten oder Parfum treiben uns die Tränen in die Augen. Das betrifft Frauen ebenso wie Männer. Oft gelangen die feinen Partikel direkt ins Auge, obwohl sie dort gar nichts zu suchen haben.

„Jeder Mensch fasst sich unbewusst mehrmals am Tag ins Gesicht oder sogar direkt ins Auge – oft viele dutzend Mal“, weiß Friederike Avermann. „Über die Hände wandern dann auch die Inhaltsstoffe der Kosmetika in die Augen.“ Und: So mancher reibt die pflegende Gesichtslotion oder das Make-up zu nah an seine Augen.

Körperpflege mit Nebenwirkungen

Bei Sprays liegt die Wurzel des Übels auf der Hand – oder besser: in der Luft. Denn die mikrofeinen Partikel fliegen eben auch ins Auge. Dafür gibt es eine einfache Lösung: „Schließen Sie die Augen kurz vor, während und einige Sekunden nach dem Sprayen“, so Friederike Avermann. Wer „sein“ Parfum, Deo oder Haarspray dennoch nicht verträgt, sollte sich davon trennen.

Das Auge ist trotzdem weiter gereizt? Dann muss der Augenarzt bald einen Blick darauf werfen.

Hygiene-Tipps: nicht nur für die Augengesundheit

„Wenn Sie Kosmetik aufgetragen haben, dann waschen Sie sich direkt danach sorgfältig die Hände – mit einer Seife, die keine Rückstände auf Ihrer Haut hinterlässt“, rät Friederike Avermann. Zur Haupt-Erkältungs- und Grippe-Zeit im Winter hat die strenge Handhygiene noch einen Riesenvorteil: Wer sich regelmäßig die Hände gründlich wäscht, hat ein geringeres Risiko, Bakterien und Viren auf seine Schleimhäute zu übertragen. Krankheitserreger haben dann weniger Chancen.

Auch die richtige Pflege der Kontaktlinsen entscheidet darüber, wer langfristig mit seinen Sehhilfen glücklich wird. Viele Pflegemittel enthalten zum Beispiel Konservierungsstoffe, auf die so manches Auge allergisch reagiert. Oft macht sich das erst nach Wochen oder Monaten bemerkbar. Dann ist die Suche nach dem „Übeltäter“ schwierig. Deshalb sollte die Wahl von Anfang an auf gut verträgliche, sanfte Reinigungs- und Pflegemittel für Kontaktlinsen fallen.

Eine Frage der Persönlichkeit: Linsen-Pflege

Kein Auge gleicht dem anderen. „Deshalb beraten wir unsere Kunden auch persönlich zu ihrer Kontaktlinsenpflege,“ so Friederike Avermann.

Wie setzt sich der Tränenfilm zusammen? Welche Lebens- und Schlafgewohnheiten hat dieser Mensch? Wie sind seine Arbeitsbedingungen? Sind chronische Krankheiten, Allergien oder besondere Wünsche zu berücksichtigen?  Erst nachdem diese Fragen geklärt sind, empfehlen die Kontaktlinsen-Experten bei Avermann Contactlinsen die passenden Pflegemittel.